Heizen mit der Klimaanlage: Der einfache Guide für Ihre Wärmepumpe

Wussten Sie, dass die Wärmepumpe Klimaanlage Technologie auf eine über 175-jährige Geschichte zurückblickt? Ein bemerkenswerter Meilenstein wurde bereits 1938 im Zürcher Rathaus gesetzt, wo eine Wärmepumpe installiert wurde, die die Limmat als Wärmequelle nutzte.

Heute bietet diese ausgereifte Technologie beeindruckende Vorteile. Eine Wärmepumpe ist bis zu viermal effizienter als eine herkömmliche Gasheizung, da drei Viertel der zum Heizen benötigten Energie kostenfrei aus der Außenluft stammen. Bei einem großen Gebäude mit 600 m² können Sie durch die Nutzung der Klimaanlage als Luft-Luft-Wärmepumpe bis zu 112.880 kWh Erdgas einsparen und die Heizkosten um 25% senken.

Besonders praktisch: Wärmepumpen ersetzen zusätzlich auch Klimaanlagen. Mit der Kühlfunktion von STIEBEL ELTRON Wärmepumpen ist eine separate Klimaanlage nicht notwendig, und bereits mit wenig Stromaufwand können Sie angenehmere Innentemperaturen erreichen. Besonders effizient und stromsparend ist dabei die passive Kühlung mit einer Wärmepumpe.

In diesem Guide erklären wir Ihnen alles, was Sie über die Nutzung einer Klimaanlage zum Heizen wissen müssen – von der Funktionsweise über verschiedene Systemvarianten bis hin zu Kosten und Fördermöglichkeiten in der Schweiz.

Was ist eine Klimaanlage mit Heizfunktion?

Moderne Klimaanlagen können weit mehr als nur kühlen. Tatsächlich funktionieren viele dieser Geräte auch hervorragend als Heizung. Damit eine Klimaanlage sowohl kühlen als auch heizen kann, muss sie allerdings einen reversiblen Betrieb ermöglichen – eine Funktion, die bei vielen modernen Geräten bereits integriert ist.

Unterschied Wärmepumpe Klimaanlage

Der Hauptunterschied zwischen einer Wärmepumpe und einer Klimaanlage liegt primär im Einsatzzweck. Während Wärmepumpen hauptsächlich zum Heizen konzipiert sind und zusätzlich kühlen können, wurden Klimaanlagen ursprünglich für die Kühlung entwickelt und können mittlerweile auch heizen. Technisch betrachtet sind beide Systeme jedoch nahezu identisch.

Tatsächlich entsprechen Split-Klimaanlagen mit Heizfunktion technisch dem Aufbau einer Luft-Luft-Wärmepumpe. Beide nutzen einen Kältemittelkreislauf, der Wärme transportiert. Im Kern sind also moderne Klimaanlagen mit Heizfunktion nichts anderes als Wärmepumpen, die je nach Bedarf in zwei Richtungen arbeiten können.

Ein weiterer Unterschied: Während Wärmepumpen auch zur Warmwasserbereitung genutzt werden können, konzentrieren sich Klimaanlagen meist auf die Raumtemperierung. Dafür bieten Klimageräte zusätzliche Funktionen wie Luftreinigung und Feuchtigkeitsregulierung.

Wie funktioniert eine Klimaanlage beim Heizen?

Im Heizbetrieb kehrt eine Klimaanlage einfach ihren normalen Kühlprozess um. Der Kreislauf funktioniert dann folgendermaßen:

  1. Das Außengerät nimmt Umgebungswärme auf, indem ein flüssiges Kältemittel im Verdampfer die Wärmeenergie der Außenluft absorbiert und dabei verdampft.
  2. Der entstandene Kältemitteldampf wird anschließend im Kompressor verdichtet, wodurch sich seine Temperatur deutlich erhöht.
  3. Im Innenteil (Verflüssiger/Kondensator) gibt das nun heiße Kältemittelgas seine Wärmeenergie an den Raum ab und kühlt dabei ab.
  4. Das Kältemittel verflüssigt sich wieder, wird über ein Expansionsventil entspannt und kehrt zum Ausgangspunkt zurück, wodurch der Kreislauf von neuem beginnt.

Dieser Prozess funktioniert erstaunlicherweise selbst bei sehr niedrigen Außentemperaturen noch effizient. Eine Luft-Luft-Wärmepumpe kann sogar bei Temperaturen weit unter 0°C noch effektiv heizen. Allerdings nimmt die maximale Heizleistung bei sehr kalten Außentemperaturen etwas ab – bei -10°C Außentemperatur verringert sich die Leistung im Vergleich zu +2°C um etwa 20%.

Was bedeutet reversible Wärmepumpe?

Eine reversible Wärmepumpe bezeichnet ein System, das sowohl heizen als auch kühlen kann – zwei Funktionen in einem Gerät. Diese Umkehrbarkeit wird durch spezielle technische Komponenten ermöglicht:

  • Ein Vier-Wege-Ventil (auch Umschaltventil genannt), das die Fließrichtung des Kältemittels ändert
  • Ein zusätzliches Expansionsventil zur Druckregulierung

Im Heizbetrieb entzieht die Anlage Wärme aus der Umwelt (Luft, Wasser oder Erdreich) und gibt sie an das Heizsystem ab. Im Kühlbetrieb kehrt sich dieser Vorgang um: Die Wärmepumpe leitet Wärme aus dem Innenraum nach außen ab.

Der große Vorteil einer reversiblen Wärmepumpe liegt in der ganzjährigen Nutzbarkeit. Im Winter erzeugt sie Heizwärme, im Sommer sorgt sie für angenehme Raumkühlung. Dadurch benötigen Hausbesitzer nur ein einziges System für beide Funktionen, was sowohl Platz als auch Anschaffungskosten spart.

Fast alle modernen Wärmepumpen sind mittlerweile als reversible Systeme konzipiert – unabhängig davon, ob es sich um Luft-Wasser-, Sole-Wasser- oder Wasser-Wasser-Wärmepumpen handelt. Mehr zum Thema finden Sie bei Wikipedia unter: https://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4rmepumpe

Heizen mit der Wärmepumpe: So funktioniert es

Die Nutzung einer Wärmepumpe zum Heizen bietet zahlreiche Vorteile gegenüber konventionellen Heizsystemen. Besonders bemerkenswert ist die Tatsache, dass Wärmepumpen der Umgebung Wärme entziehen können – selbst bei niedrigen Außentemperaturen von bis zu -20°C. Doch wie genau funktioniert das Heizen mit einer Wärmepumpe und welche Betriebsarten gibt es?

Aktive und passive Heizmodi erklärt

Beim Heizen mit einer Wärmepumpe unterscheiden wir zwischen aktivem und passivem Betrieb. Im aktiven Heizmodus arbeitet der Verdichter der Wärmepumpe, um die Umgebungswärme auf ein für die Raumheizung nutzbares Niveau anzuheben. Dieser Prozess läuft in vier Schritten ab:

  1. Im Verdampfer nimmt das Kältemittel Wärme aus der Umgebung auf und verdampft
  2. Der Verdichter komprimiert das gasförmige Kältemittel, wodurch es sich stark erhitzt
  3. Im Verflüssiger überträgt das heiße Gas seine Wärme auf das Heizsystem
  4. Das Expansionsventil entspannt das Kältemittel, welches zum Verdampfer zurückkehrt

Der passive Heiz- bzw. Kühlmodus hingegen nutzt die natürliche Temperatur der Wärmequelle ohne Einsatz des Verdichters. Bei diesem auch als “Natural Cooling” bezeichneten Verfahren sind nur die Umwälzpumpen aktiv. Die Wärmeenergie wird direkt über Wärmetauscher zwischen Heizkreis und Umgebung übertragen. Diese Methode funktioniert allerdings nur bei Sole-Wasser- oder Wasser-Wasser-Wärmepumpen. Dadurch lassen sich erhebliche Stromkosten einsparen, da der energieintensive Verdichter nicht läuft.

Voraussetzungen für den Heizbetrieb

Für einen effizienten Heizbetrieb mit Wärmepumpe müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein:

Gute Wärmedämmung: Eine solide Dämmung des Gebäudes ist entscheidend, da sie den Wärmeverlust minimiert und die Betriebskosten senkt. Die Wärmepumpe kann dadurch konstant mit hoher Effizienz arbeiten.

Niedrige Vorlauftemperaturen: Wärmepumpen arbeiten am effizientesten bei Vorlauftemperaturen unter 50°C. Je geringer der Temperaturunterschied zwischen Wärmequelle und Heizsystem, desto weniger Strom wird benötigt.

Starkstromanschluss: Die meisten Wärmepumpen benötigen einen Starkstromanschluss für die erforderliche Leistungsaufnahme.

Pufferspeicher: Obwohl nicht zwingend erforderlich, kann ein Pufferspeicher sinnvoll sein, um Wärmeerzeugung und -verbrauch zu entkoppeln.

Obwohl Wärmepumpen traditionell für Neubauten empfohlen wurden, eignen sie sich mittlerweile auch hervorragend für Altbauten. Insbesondere Luft-Wasser- und Sole-Wasser-Wärmepumpen haben sich als ausgezeichneter Ersatz für fossile Heizsysteme erwiesen. Allein im Jahr 2021 wurden rund 33’700 Wärmepumpen verkauft, was einem Marktwachstum von etwa 20% entspricht.

Kombination mit Fußbodenheizung oder Konvektoren

Die Kombination einer Wärmepumpe mit Flächenheizsystemen wie Fußbodenheizungen ergibt ein besonders effizientes Heizsystem. Fußbodenheizungen arbeiten mit niedrigen Vorlauftemperaturen von 30 bis 40°C, was die Effizienz der Wärmepumpe steigert. Ohne zusätzlichen Aufwand sind bei Wärmepumpen mit Fußbodenheizung Vorlauftemperaturen von 35°C und Rücklauftemperaturen von 28°C möglich.

Alternativ dazu bieten Wärmepumpen-Konvektoren (auch Gebläsekonvektoren genannt) eine elegante Lösung. Diese ähneln herkömmlichen Heizkörpern, arbeiten jedoch mit deutlich niedrigeren Vorlauftemperaturen. Ein leiser Tangentialventilator sorgt dafür, dass trotz niedriger Systemtemperaturen genug Konvektionswärme in den Raum eingebracht wird.

Die Vorteile dieser Gebläsekonvektoren sind vielfältig:

  • Gleichmäßige Luftverteilung und schnelleres Erreichen der gewünschten Raumtemperatur
  • Effiziente Nutzung der Wärmepumpe durch niedrige Vorlauftemperaturen (35/30 Grad Celsius)
  • Möglichkeit zur Raumkühlung im Sommer bei entsprechender Ausführung

Gebläsekonvektoren stellen insbesondere im Altbau eine praktikable Alternative dar, wo der nachträgliche Einbau einer Fußbodenheizung aufwändig wäre. Diese können vorhandene, herkömmliche Heizkörper ersetzen und sorgen für einen effizienten und kostensparenden Betrieb der Wärmepumpe.

Technische Varianten und Systeme

Bei der Wahl des passenden Wärmepumpensystems stoßen wir auf verschiedene technische Varianten, die jeweils ihre eigenen Stärken und Einsatzgebiete haben. Welche Lösung für Ihre Bedürfnisse am besten geeignet ist, hängt von mehreren Faktoren ab.

Split- und Monoblocksysteme im Vergleich

Zunächst unterscheiden wir zwischen zwei grundlegenden Bauweisen bei Luft-Wasser-Wärmepumpen: Monoblock und Split. Der wesentliche Unterschied besteht darin, wie die technischen Komponenten angeordnet sind.

Bei der Monoblock-Bauweise sind alle wichtigen Komponenten des Wärmegewinnungsprozesses in einem einzigen Gerät vereint. Diese Geräte können entweder innen oder außen aufgestellt werden. Bei Außenaufstellung wird die erzeugte Wärme über gut isolierte, meist unterirdisch verlegte Leitungen an den Wärmespeicher im Gebäudeinnern abgegeben.

Die Split-Bauweise hingegen verteilt die Komponenten auf zwei separate Einheiten: Die Außeneinheit umfasst in der Regel den Verdampfer, den Verdichter sowie das Expansionsventil, während die restlichen Komponenten in die Inneneinheit integriert sind. Für die Zirkulation des Kältemittels zwischen Außen- und Inneneinheit sind nur relativ kleine Eingriffe in die Gebäudehülle erforderlich.

Eigenschaft Monoblock Split
Installation Einfacher und kostengünstiger Höherer Installationsaufwand
Anschaffung Oft günstiger Tendenziell teurer
Platzbedarf Größeres Außengerät Kleinere Außeneinheit
Wartung Keine regelmäßige Kontrolle des Kältemittelkreislaufs nötig Regelmäßige Kontrolle des Kältemittels erforderlich
Effizienz Vergleichbar Vergleichbar

Besonders hervorzuheben: Bei Monoblock-Geräten besteht bei langen Zuleitungen in extremen Wetterbedingungen die Gefahr des Einfrierens. Split-Geräte bieten hingegen mehr Flexibilität bei der Platzierung der Komponenten und sind ohne Einfriergefahr.

Luft-Wasser- vs. Sole-Wasser-Wärmepumpe

Der Hauptunterschied zwischen diesen beiden Wärmepumpentypen liegt in der Energiequelle. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe entzieht der Umgebungsluft Wärme, während eine Sole-Wasser-Wärmepumpe (auch Erdwärmepumpe genannt) ihre Energie aus dem Erdreich bezieht.

Für die Nutzung von Erdwärme ist eine Erdwärmebohrung notwendig, die bis zu 300 Meter tief sein kann. Darin werden Erdsonden verlegt, die eine Wärmeträgerflüssigkeit (meist Ethylen- oder Propylenglykol) enthalten. Diese transportiert die Erdwärme zum Verdampfer der Wärmepumpe.

Sole-Wasser-Wärmepumpen erreichen einen besseren COP-Wert von 4,4 bis 4,8 im Vergleich zu Luft-Wasser-Wärmepumpen mit einem COP von 3,4 bis 4,1. Allerdings sind Sole-Wasser-Systeme in der Installation deutlich teurer und aufwändiger.

Interessanterweise haben sich die Marktanteile in den letzten Jahren von Sole-Wasser- zu Luft-Wasser-Wärmepumpen verschoben. Letztere dominieren inzwischen mit einem Anteil von gut 60% den Markt, obwohl sie eine geringere Leistungszahl haben.

Darüber hinaus eignen sich Sole-Wasser-Wärmepumpen besonders für Gegenden mit längeren, strengen Wintern, während Luft-Wasser-Wärmepumpen ihre Effizienz vor allem in Regionen mit gemäßigtem Klima entfalten.

Wärmepumpe Klimaanlage Kombi: Was ist möglich?

Die Kombination von Heiz- und Kühlfunktionen in einem System bietet erhebliche Vorteile. Nahezu alle modernen Wärmepumpen können inzwischen auch zum Kühlen genutzt werden und fungieren somit als Klimaanlage.

Bei Split-Klimageräten mit Heizfunktion handelt es sich technisch um Luft-Luft-Wärmepumpen. Durch die Wahl des Funktionsmodus kann das Gerät von der Funktion Klimatisieren auf Heizen umschalten. Diese reversiblen Geräte werden oft als “Split-Klimaanlagen” bezeichnet.

Besonders fortschrittlich ist das Aquarea EcoFleX-System, das mit nur einem Außengerät Klimatisierung, Heizung und Warmwasserversorgung übernimmt und dabei die Abwärme der Klimaanlage zur Warmwasserbereitung nutzt.

Für die effektive Kühlung mit einer Wärmepumpe benötigt man allerdings entweder eine Flächenheizung (Fußboden, Wandflächen) oder einen Gebläsekonvektor. Mit herkömmlichen Heizkörpern funktioniert die Kühlfunktion nicht.

Wer eine Wärmepumpe als Klimaanlage nutzen möchte, hat zwei Möglichkeiten:

  • Passive Kühlung: Besonders energieeffizient, da nur die Umwälzpumpen aktiv sind. Die Raumtemperatur kann um etwa 2-3 Grad gesenkt werden.
  • Aktive Kühlung: Der Kreislauf wird umgekehrt betrieben, was mehr Energie verbraucht, aber eine stärkere Kühlleistung bietet.

Aus Effizienzgründen empfehle ich jedoch die kombinierte Nutzung, da eine Wärmepumpe Klimaanlage den Wohnkomfort deutlich erhöht und gleichzeitig Betriebskosten spart.

Effizienz, Kosten und Nachrüstung

Die Entscheidung, mit einer Klimaanlage zu heizen, hängt stark von wirtschaftlichen Faktoren ab. Bevor ich eine Investitionsentscheidung treffe, muss ich sowohl die Effizienz im Betrieb als auch die anfallenden Kosten genau betrachten.

Stromverbrauch im Heizmodus

Der Energieverbrauch einer Wärmepumpe Klimaanlage wird durch den SCOP-Wert (Seasonal Coefficient of Performance) angegeben. Dieser spiegelt die Energieeffizienz im Ganzjahresbetrieb wider und berücksichtigt auch den Teillastbetrieb. Ein SCOP-Wert von 6,2 bedeutet, dass mit 1 kW Strom 6,2 kW Wärme erzeugt werden, wobei 5,2 kW der Wärmeenergie aus der Umgebungsluft stammen.

Moderne Klimaanlagen mit Heizfunktion erzeugen etwa 4-5 kWh Wärme aus 1 kWh Strom, während eine Gasheizung bei gleichem Verbrauch lediglich etwa 1 kWh Wärme liefert. Laut Stiftung Warentest ist das Heizen mit Klimaanlage die effizienteste Methode, um mit Strom zu heizen.

Verschiedene Faktoren beeinflussen den Stromverbrauch:

  • Energetischer Zustand des Gebäudes
  • Außentemperatur
  • Art der Stromversorgung
  • Geräteeigenschaften

Wärmepumpe Klimaanlage nachrüsten: Geht das?

Tatsächlich lassen sich Klimageräte in vielen Fällen nachrüsten. Für die Umrüstung einer Wärmepumpe zur Klimaanlage werden typischerweise ein 4-Wege-Ventil und ein zweites Expansionsventil benötigt. Die Kosten für Zubehör und Installation betragen hierbei circa 1.000 €.

Allerdings gibt es wichtige Voraussetzungen:

  • Platz für ein Außengerät muss vorhanden sein
  • Das Außengerät sollte für Reinigungs- und Servicearbeiten leicht zugänglich sein
  • Eine Flächenheizung muss installiert sein, da herkömmliche Radiatoren für die Kühlfunktion ungeeignet sind

Darüber hinaus ist eine fachgerechte Installation durch einen qualifizierten Fachbetrieb unerlässlich, um die einwandfreie Funktion und einen effizienten Betrieb zu gewährleisten.

Wärmepumpe Klimaanlage Kosten im Überblick

Die Anschaffungs- und Installationskosten einer Split-Klimaanlage mit Heizfunktion liegen zwischen 500 und 2.500 Euro für ein Einzel-Split-Gerät und etwa 1.500 bis 4.000 Euro für ein Multi-Split-Gerät. Für die Installation sollte man bei Einzel-Split-Geräten mit zusätzlichen 1.000 bis 2.000 Euro rechnen.

Beim Betrieb fallen folgende Kosten an:

  • Stromverbrauch: Bei einer Leistung von 2 kW und einem Strompreis von 0,40 Euro/kWh kostet das Heizen 0,80 Euro pro Stunde
  • Bei 12 Stunden Betrieb täglich ergeben sich monatliche Heizkosten von etwa 288 Euro für einen Raum
  • Wartungskosten: Etwa 100 bis 200 Euro jährlich

Besonders wirtschaftlich wird das System in Kombination mit einer Photovoltaikanlage – dann nutzt man selbst erzeugten Strom und reduziert die Betriebskosten erheblich.

Für wen lohnt sich das Heizen mit Klimaanlage?

Das Heizen mit einer Klimaanlage eignet sich für verschiedene Zielgruppen – vom Privathaushalt bis zum Gewerbebetrieb. Aber wem bringt diese Technologie wirklich Vorteile?

Klimaanlage für Wohnung Schweiz

In Schweizer Wohnungen bieten Klimaanlagen mit Heizfunktion mehrere Vorteile. Sie sorgen nicht nur im Sommer für angenehme Kühlung, sondern gewährleisten im Winter gleichmäßige Wärme. Besonders praktisch: Die Geräte lassen sich bequem per App oder Sprachsteuerung bedienen, was die Temperaturregelung von überall ermöglicht. Außerdem verbessern integrierte Luftreinigungssysteme die Raumluftqualität erheblich.

Einsatz in Neubau und Sanierung

Entgegen häufiger Vorurteile eignen sich Wärmepumpen nicht nur für Neubauten. Dank technologischer Fortschritte reicht die Umgebungsenergie mittlerweile aus, um selbst ältere Gebäude aufzuwärmen, die noch nicht optimal gedämmt sind. Bei Sanierungen sind besonders Sole-Wasser-Wärmepumpen empfehlenswert, da die konstanten Temperaturen im Erdreich die Effizienz positiv beeinflussen.

Fördermöglichkeiten in der Schweiz

In der Schweiz werden Wärmepumpen als wichtiger Pfeiler der Energiestrategie 2050 angesehen. Das Gebäudeprogramm unterstützt landesweit die Umstellung auf erneuerbare Energien, darunter Wärmepumpen. Finanziert wird dies teilweise durch die CO2-Abgaben auf fossilen Brennstoffen. Für 2025 planen zudem die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich ein spezielles Förderprogramm für Klimageräte.

Schlussfolgerung

Die Wärmepumpe Klimaanlage erweist sich zweifellos als zukunftsweisende Technologie für unsere Heiz- und Kühlbedürfnisse. Besonders beeindruckend ist dabei die Effizienz dieser Systeme – mit einem SCOP-Wert von bis zu 6,2 erzeugen wir aus 1 kW Strom mehr als 6 kW Wärmeenergie. Tatsächlich stammen bis zu drei Viertel der benötigten Heizenergie kostenlos aus der Umgebungsluft.

Unabhängig davon, ob wir uns für eine Luft-Wasser-, Sole-Wasser-Wärmepumpe oder eine Split-Klimaanlage mit Heizfunktion entscheiden, profitieren wir von einem System, das sowohl heizen als auch kühlen kann. Diese Doppelfunktion spart nicht nur Platz, sondern reduziert auch die Anschaffungskosten erheblich.

Während Wärmepumpen früher hauptsächlich für Neubauten empfohlen wurden, eignen sie sich dank technologischer Fortschritte mittlerweile auch hervorragend für Altbauten. Der Umstieg auf diese umweltfreundliche Technologie wird zudem in der Schweiz durch verschiedene Förderprogramme unterstützt, die Teil der Energiestrategie 2050 sind.

Die Kombination mit einer Photovoltaikanlage macht das System noch wirtschaftlicher. Dadurch nutzen wir selbst erzeugten Strom und senken die Betriebskosten deutlich. Zusammen mit einer Flächenheizung oder Gebläsekonvektoren erreichen wir optimale Effizienz und maximalen Wohnkomfort.

Die moderne Wärmepumpe Klimaanlage stellt somit eine nachhaltige, wirtschaftliche und komfortable Lösung dar, die uns hilft, Heizkosten zu senken und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Angesichts steigender Energiepreise und strengerer Umweltauflagen wird diese Technologie in Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnen.

FAQs

Q1. Kann eine Klimaanlage zum Heizen verwendet werden? Ja, moderne Klimaanlagen mit Heizfunktion können effektiv zum Heizen eingesetzt werden. Sie funktionieren wie eine Wärmepumpe und können selbst bei niedrigen Außentemperaturen Wärme aus der Umgebungsluft gewinnen.

Q2. Wie effizient ist das Heizen mit einer Klimaanlage? Das Heizen mit einer Klimaanlage ist sehr effizient. Moderne Geräte können aus 1 kWh Strom bis zu 4-5 kWh Wärme erzeugen, was sie deutlich effizienter macht als herkömmliche elektrische Heizungen.

Q3. Lohnt sich eine Wärmepumpe-Klimaanlage-Kombination? Ja, eine Kombination aus Wärmepumpe und Klimaanlage kann sich lohnen. Sie bietet ganzjährigen Komfort durch Heizen im Winter und Kühlen im Sommer. Besonders wirtschaftlich wird das System in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage.

Q4. Kann man eine bestehende Klimaanlage zur Heizung nachrüsten? In vielen Fällen ist es möglich, eine bestehende Klimaanlage für den Heizbetrieb nachzurüsten. Dies erfordert in der Regel den Einbau zusätzlicher Komponenten wie ein 4-Wege-Ventil und ein zweites Expansionsventil.

Q5. Gibt es Fördermöglichkeiten für Wärmepumpen-Klimaanlagen in der Schweiz? Ja, in der Schweiz gibt es verschiedene Förderprogramme für Wärmepumpen, einschließlich solcher mit Klimafunktion. Diese sind Teil der Energiestrategie 2050 und werden teilweise durch CO2-Abgaben auf fossile Brennstoffe finanziert.